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Wie sicher ist es in Tunesien?

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Seit Ende Dezember 2010 kommt es zu Unruhen in Tunesien, bei denen nach wie vor gewalttätige Demonstranten und Polizisten und Militär aufeinandertreffen können.
Auch Ende 2011 gilt noch der Ausnahmezustand.

In den Touristenzonen ist es ruhig, doch das Verlassen dieser Gebiete sollte unterbleiben.

Bitte beachten Sie unbedingt die aktuellen Reisewarnungen Ihrer Regierung und lesen Sie Informationen über die aktuellen Entwicklungen in Tunesien in unserem Tunesien Tourist Forum!



Fragen:

Ist es gefährlich, in Tunesien das Hotel zu verlassen?

Ist es auf den Straßen in Tunesien gefährlich?

Gibt es muslimische Extremisten in Tunesien?

Gibt es Islamisten in Tunesien?

Wie sicher ist es als Touristin in Tunesien?
Antwort:

Mitte Januar des Jahres 2011 kam es in Tunesien zu einem Umsturz, der die alten Machthaber des Landes von ihren Posten vertrieb.

Am Ende des Jahres 2011 stellt sich die Lage nunmehr so dar:

In ganz Tunesien kommt es zu punktuellen Demonstrationen und Streiks, die oft unvorhergesehen sind, manchmal auch gewalttätig werden und mehrere Tage andauern können. Es gilt in ganz Tunesien weiterhin der Ausnahmezustand und das Militär ist auf den Straßen.

Die Polizei ist kräftemäßig überfordert, weil zum einen viele Polizisten aus Angst vor Rache und Verantwortung für Korruption nicht zum Dienst erscheinen und zum anderen Polizisten und Führungskräfte, die dem alten Regime nahestanden oder der Korruption bezichtigt wurden, entlassen wurden.

Speziell in den Touristenzonen, namentlich in den Städten
Sousse und Hammam-Sousse, Hammamet und Nabeul, Monastir und Monastir-Skanes, Mahdia, Port El Kantaoui, Zarzis und auf der gesamten Insel Djerba,
gibt es, jedenfalls währen der Saison-Monate Juli-September, eine hohe Polizeipräsenz, so daß sich Urlauber, die sich dort aufhalten, vor körperlichen Angriffen sicher fühlen können.

ACHTUNG! Straßenkriminalität, wie Diebstahl und Raub, kommen nicht selten vor und Touristen sollten sich darauf vorbereiten!


Viele Reiseveranstalter bitten ihre Kunden, die Hotelanlagen oder die unmittelbar angrenzenden Zonen nicht zu verlassen.

Anders sieht es dagegen abseits der Touristenzonen aus, ganz besonders aber im Landesinneren. Dort kann man unter Umständen, meist nachts, auf bewaffnete Gruppen von Randalierern und/oder Dieben treffen. Diese Gruppen richten ihre Aktionen zwar nicht gegen Touristen - doch sie werden, falls sie zufällig auf Touristen treffen, nicht zurückschrecken.
Dementsprechend rät der Autor dieses Artikels davon ab, Ausflüge ins Landesinnere zu unternehmen, ganz besonders welche auf eigene Faust.

Hinzu kommen verschiedene Protestaktionen, meist Streiks, die dann den öffentlichen Verkehr oder andere Infrastrukturen lahmlegen - oder die sich plötzlich und unverhofft zu einem Tumult entwickeln können.
Beide Situationen sollten Touristen unbedingt vermeiden.

In den großen Städten wie Tunis und Sfax, aber auch in anderen Städten und Gebieten ist es zwar weitgehend ruhig, doch es können gelegentlich Tumulte ausbrechen und Streiks stattfinden, in Tunis auch mit hohen Teilnehmerzahlen.

Touristen, die Tunesien noch nicht mehrfach besucht haben und bereits Erfahrungen mit Landessprache und Mentalität gesammelt haben, sollten von Ausflügen oder Aufenthalten in diesen Städten absehen.

Islamische extreme Handlungen und islamische politische Parteien waren in Tunesien bis zu den Unruhen verboten. Dies hat sich seit dem Frühjahr 2011 geändert.

Es sind zwar bisher keinerlei religiös motivierte Übergriffe auf Touristen bekannt, doch einige extreme religiöse Gruppen lassen sich zuweilen zu Schmähungen gegenüber (bisher nur tunesischen) Frauen ohne Kopftuch oder arbeitend und zu öffentlichen Massengebeten  auf den Straßen hinreißen.
Mindestens ebenso starke Gruppen propagieren jedoch offensiv und öffentlich den Säkularismus (Trennung von Staat und Religion) in Tunesien, es kann daher, falls diese Gruppen aufeinandertreffen, zu Auseinandersetzungen kommen.

Gegenüber europäischen Frauen gibt es in Tunesien eine spezielle Form der Kriminalität: Fälle von versuchtem oder ausgeführtem Heiratsschwindel oder "Bezness in Tunesien". Körperliche Übergriffe speziell auf Touristinnen finden auf den Straßen in Tunesien dagegen so gut wie nicht statt.
Verwandte Fragen:

Welche Impfungen benötige ich für Tunesien?

Kann ich in Tunesien das Leitungswasser trinken?

Ist die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel in Tunesien sicher?



Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema:
Sicherheitslage in Tunesien
Übersichtskarte Sicherheit in Tunesien
Nepp und Betrug an Touristen in Tunesien
Religion in Tunesien

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